V - Historie

Im Laufe der Geschichte hat es viele Gruppen und Vereinigungen gegeben, die sich für ein höheres Ziel eingesetzt haben, als es heutzutage Gang und Gebe ist. Viele dieser Kämpfer für das Dunkle haben uns Spuren und Informationen hinterlassen aus denen wir heute schöpfen können. Wer aber war die "Schwarze Garde"?

Heutzutage tummeln sich unzählige Schwarze Garden rund um diesen Globus. Und sie alle haben eines gemein: Es sind Ansammlungen von pubertierenden Jugendlichen, welche sich in nicht existenten Clans gruppieren um getrennt voneinander abends im dunklen Zimmer zu sitzen und ihre Zeit mit dem sinnlosen Erlegen von digitalen Zeichen zu verschwenden.

Aber es gab in der Geschichte auch schon mal eine "Schwarze Garde", die sich dem reellen Krieg stellte und so in die Geschichte einging.

Den Kern des Heeres bildete die aus 4000 Landsknechten bestehende magna guardia. Dieses bisweilen Große Garde, Deutsche Garde, Sächsische Garde oder vor allem Schwarze Garde genannte Söldnerheer war ein berüchtigter Eliteverband. Sie war ein frühes Landsknechtsregiment aus dem niederländischen Raum, das an der friesisch-sächsischen Nordseeküste operierte und auf den Einsatz gegen rebellierende Bauern spezialisiert war. Die darin befindlichen Söldner stammten aus vielen Nationen, die Offiziere waren zumeist Deutsche. Die Schwarze Garde war ebenso berühmt für ihre Kriegskunst wie berüchtigt für ihre Rücksichtslosigkeit und Grausamkeit. Bereits für 1488 ist die Existenz der Schwarzen Garde nachgewiesen. 1493 kämpfte sie auf Seiten Maximilians unter ihren Obersten Thomas Slentz und Nithardt Fux gegen Karl von Geldern, 1495 gegen Edo von Jever. Seit 1497 war sie im Dienste des dänischen Königs als Kern dessen Truppen siegreich (u.a. gegen Sten Sture). Man kann folglich von großer Kriegserfahrung der Söldner ausgehen.

Organisiert war die große Garde in acht Kompanien mit insgesamt 2000 Mann. An der Spitze jeder Kompanie stand ein Hauptmann, über den Hauptleuten der Herr der Garde, Thomas Slentz. Nithardt Fux war bereits bei einer früheren Aktion der Garde gefallen. Außer dieser "Gruppe Slentz" gab es noch eine weitere Gruppe mit fünf Kompanien und danach eine dritte mit drei Kompanien. Jede Kompanie verfügte über je einen Querpfeifer und einen Trommler. Beim Stab waren zwölf von jeder Sorte zusammengezogen. Die Schwarze Garde war ein Infanterieverband. Bewaffnet waren die Söldner mit 3-5 Meter langen Spießen. Außerdem hatten sie Hellebarden und (natürlich nicht alle) doppelhändige Schwerter. Eventuell verfügten auch einige Söldner über Hakenbüchsen. Geschützt waren sie durch Harnische und Brustpanzer. Ihre Kampfformation war die enggeschlossene Phalanx. Sowohl bei der Kleidung als auch bei den Emblemen wurde Luxus betrieben. So heißt es in einem Volkslied (Nr. 218 in der Sammlung von Liliencrons), dass Slentzens Rüstung rot von Gold schimmerte. Insofern stellte die Schwarze Garde eine enorme Haushaltsbelastung für ihren Kriegsherrn, den dänischen König, dar. Das mag auch ein Grund für ein voreiliges Aufbrechen bei Tauwetter gewesen sein: Längere Wartezeit wäre nicht zu finanzieren gewesen.

Daran sollte sich ein jeder ein Beispiel nehmen. Dieses sind die Krieger, die uns voreilten und den Krieg in ihrem Sinne vorbereitet haben. Ihnen sind wir zu Respekt und Dank verpflichtet.